Um auf die Ursprünge, nämlich Indien, die am häufigsten akzeptierte Theorie zeigt, dass der Name Rrom, der von den meisten Gruppen der Roma heute noch benutzt wird, aus der Name der ursprünglichen Kaste in Indien zurückzuführen ist. Zu einem späteren Zeitpunkt, d.h. nach ihrer Ankunft im byzantinischen Reich und den Balkan, gibt es starke Anzeichen dafür, dass die Menschen im Text über das Leben von St. George Athonite und als Adsincani, Adsincanoi oder Athinganoi ca. 1050 beschrieben wurden in der Tat Roma waren. Dieser Name wurde ursprünglich für eine armenischen und syrische manicheist Häresie benutzt. Die Menschen die diese Doktrin gefolgt haben wurden im IX Jahrhundert in den Balkan deportiert und dieser Name verschwindet danach aus den offiziellen Dokumenten für ca. 200 Jahren. Die erste „neue“ Erwähnung ist in diesem Text zu finden, zusammen mit einer Beschreibung des jeweiligen Handwerks, die die üblichen Klischees über „Zigeuner“ entspricht. In einem grossen Teil Europas, ist dieser Name in abgeleitete Formen geblieben: Cigan, Zigeuner, Zingari etc. Mit der nachfolgende Migration von Roma in Europa kamen einige neue Bezeichnungen hinzu. Diese stammen zum grossen Teil aus den Geschichten die Rroma an die allgemeinen Bevölkerung erzählten. Sie sagte, sie seien „Pilger aus Klein Ägypten“, oder auch, dass sie Vojevodes oder Könige aus diesem Land. Diese ägyptische Herkunft hat zu dem Namen Gitans, Gitanos usw. geführt. Es ist aber zu betonen, dass Rroma weder aus Ägypten stammen oder durch Ägypten gereist sind.
In der Tat, keine Rroma sind durch Ägypten nach Europa gekommen und die tatsächliche Lage von „Klein Ägypten“ wurde Gegenstand vieler Spekulationen. In der Tat, liegt „Klein Ägypten“ höchstwahrscheinlich in Griechenland, in der Stadt Modon.
In einigen Regionen Europas, vor allem in Frankreich, wird auch ein anderen Namen benutzt: Bohémiens. Dieser stammt aus den Reiseunterlagen, die einige Rroma von dem böhmischen König Sigismund erhalten hatten. In Nordeuropa und Skandinavien, Roma waren und sind immer noch häufig als „Tatare“ genannt. Dies wiederum ergibt sich aus der ersten Anti-Zigeuner Broschüren, die Rroma als osmanische Spione bezeichneten. Im frühen XV. Jahrhundert, als die ersten Rroma nach Westeuropa kamen, sorgten die damaligen politischen Umwälzungen dafür, dass ein nicht unerheblicher Teil der europäischen Bevölkerung auf die Strasse gezwungen worden ist. Diese Personen reisten von Stadt zu Stadt auf der Suche nach Arbeit und ein Hungerlohn, liessen sich manchmal nieder, während einige eine semi-nomadische Lebensweise übernahmen.
Dies hat zu einer grossen Verwirrung geführt, zwischen Roma und Fahrenden oder auf Französisch "Gens du voyage". Der Unterschied ist aber gross zwischen Roma, die aus Indien stammen und eine einheitliche Sprache erhalten haben, und andere Gruppen.
Diese wurden von Nicht-Zigeuner zu „Rroma“ assimiliert, wie zum Beispiel die Jenische der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Österreich oder die Tinkers aus Irland. Diese Gruppen haben keine Spuren indischer Wurzeln, sondern stammen von den Migranten europäischer Abstammung.
Auch in Rroma Gruppen, die ihre Sprache zum grössten Teil verloren haben, wie z. B. die Cale in Spanien, sind viele Worte indisches Ursprungs geblieben. Es gibt auch Quellen aus dem XIX. Im neunzehnten Jahrhundert, die nobezeugen, dass Rromanes unter diese Gruppen noch gesprochen wurde. Bei den so genannten Bejaša, eine Rroma Gruppe aus Ungarn, findet man ein weiteres Beispiel. Diese Gruppe spricht zwar kein Rromanes, dafür eine altes rumänischen Dialekt. Die interessante Tatsache ist, dass sie dennoch wörtliche Übersetzung von Rromanes in ihrer eigenen Sprache übernommen haben, wie zum Beispiel die Verwendung von „Cigan“ als Mann und „Ciganka“ als Frau (für Rrom und Rromni).
Jenische, auf der anderen Seite, sprechen eine weitgehend deutsch-basierte Sprache, die von Region zu Region variiert und ein paar Worte aus dem Rromanes aber vor allem auch des Jiddischen enthält. Dies, zusammen mit den lokalen dialektische Varianten, also, dass die Sprache vom lokalen deutschen Dialekt (Elsass, Süd-Deutsch, Schweizerdeutsch und österreichischen Dialekte) beeinflusst wird, gibt ein starken Hinweis, dass die Jenische nicht indischen Ursprungs sind.
Die Terminologie der Fahrende oder „Traveller“ ist das Ergebnis eines westeuropäischen Mythos, nämlich dass alle Rroma sind und waren Nomaden. Es sei hier zu bemerken, dass alle Rromanes Wörter mit Bezug auf Reisen nicht indischen Ursprungs sind, sondern eigentliche „Fremdwörter“ sind, während die, die sich auf Dörfer und dörflichen Lebens beziehen, in der Tat indischen Ursprung sind. Dies zeigt, dass die nomadische Lebensweise nicht die ursprüngliche Lebensart der Rroma war.
Sobald die Rroma in Europa angekommen sind, zum Beispiel in den Balkan, haben sie sich sofort niedergelassen. Einige Rroma Siedlungen können für mehr als 500 Jahren nachgewiesen werden. Dies ist auch der Fall für Rroma in der Tschechischen und Slowakischen Regionen oder auch in den baltischen Staaten, wo sie sich nach ihrer Ankunft niedergelassen haben. Zum grössten Teil sind Rroma keine Nomaden oder halb-nomadisch. Es gibt zwar einzelne Gruppen, die noch teilweise Fahrend sind, wie die Sinti in Deutschland und Frankreich und einige andere Gruppen auf dem Balkan, es ist aber eine sehr kleine Minderheit unter den Rroma.
Der Begriff „Fahrende“, der auf Deutsch weitverbreitet ist, ist einerseits das Ergebnis einer Verwechslung zwischen den tatsächlichen Migranten europäischen Abstammung und Rroma und anderseits das Ergebnis eines Mythos, der des nomadischen Rrom.
In einigen Ländern spricht man noch von „Sinti und Rroma“. Die Rroma sind in „Gruppen“ organisiert wie zum Beispiel die Sinti, Kalderaša, Lovara, Čurara, Mačvaja, Ursara, Xaladitka, Xoraxane um nur einige zu nennen. Ein Rrom bezeichnet sich meistens durch der Name seiner Gruppe und nicht unbedingt als Rroma. Fragen Sie ihm oder sie, wie er oder sie seine Ehefrau oder Ehemann nennt so kommt die Antwort „rrom“ oder „rromni“, wie man leicht überprüfen kann. Die Sprache, die von alle Gruppen gesprochen wird zeigt deutlich, dass Rromanes eine gemeinsame Sprache mit dialektischen Varianten ist. So sind Sinti auch Rroma, eine Gruppe unter ihnen, und viele der Rroma Nordeuropas sind in der Tat Sinti Untergruppen die durch Migrationen entstanden sind.
Bei der Bezeichnung „Sinti und Rroma“ handelt sich nicht um eine wirklich Differenz, sondern um eine politische Bezeichnung.
Diese Terminologie entstand in Deutschland, einem Land, in dem es, neben den Sinti, noch andere Rroma Gruppen gibt. Deutsche Sinti benutzten jedoch „Rroma“, als Bezeichnung für andere ausländische Zigeuner, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland angekommen sind.
Diese Terminologie kann leicht zu einer grossen Verwirrung führen. Zunächst muss man zwischen Rroma (unter denen auch die Sinti) und den Reisenden nicht-indischen Herkunft. Zweitens, muss man entweder ein allgemeines Name, oder konsequent, der Name der jeweiligen Gruppen benutzen. Der natürliche Name, da es in allen Dialekten des Rromanes vorhanden ist, ist natürlich Rrom.