Kupferschmiede

In der Metallverarbeitung nimmt der Beruf des Kupfer- oder Kesselschmiede, also das Herstellen von Kesseln und Töpfe, bei den Roma einen wichtigen Platz ein. Bis heute wird dieser Berufszweig im Balkan, Rumänien und Ungarn noch ausgeübt. Die bekanntesten Vertreter sind die Kalderaša oder Kelderara, eine Gruppen-bezeichnung, die sich vom rumänischen caldarar/caldara (Kesselmacher) ableitet. Einige von ihnen haben sich sogar auf das Herstellen von Kunsthandwerk spezialisiert.

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Kupferschmied (Photo Alain Weckmann)

Die heikle Ausführung in dieser Kaltschmiede-technik ist bei allen Rromagruppen in allen Ländern praktisch dieselbe. Dazu braucht es auch einige Grundkenntnisse in der Chemie. Obwohl mit primitiven Mitteln gearbeitet wird, ist die Technik gar nicht so einfach. Weil diese Gruppen keine festen Arbeitsstandplätze hatten, waren sie darauf angewiesen, von Dorf zu Dorf zu wandern, um dort ihre Arbeit vor Ort zu verrichten und dafür brauchte es einfache Arbeitsinstrumente.

Bei den Rroma – vor allem in Rumänien – kann man auch einfache Juweliere (Rromanes ardzintari, aus dem Rumänischen argintar, d. h. ein Mann der mit Silber arbeitet) finden. Sie verarbeiten aus Altsilber Schmuckstücke und verkaufen diese an die lokale Bevölkerung.


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Rumänische Kupferschmiede (Photo Rolf Bauerdick)

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